TOP-Seminar für Therapeuten

Persönlichkeitsorientierte Psychotherapie auf der Basis der Therapiebegleitenden Osnabrücker Persönlichkeitsdiagnostik TOP

Was ist das Besondere an Persönlichkeitsorientierter Psychotherapie?

Persönlichkeitsorientierte Psychotherapie (POPT) berücksichtigt durch ein funktionsanalytisches psychologisches Verständnis in besonderer Weise die persönlichen Ressourcen eines Klienten, aber auch seine Probleme und Schwierigkeiten. Die Basis der POPT ist die Funktionsanalyse der Persönlichkeit.

Das auf der PSI-Theorie aufbauende diagnostische System (TOP) ermöglicht es, sich einen Überblick zu verschaffen über die das Erleben und Handeln einer Person prägenden
emotionalen und kognitiven Systeme. Durch die Testung und die Anwendung der Theorie werden unter anderem Motive, Eigenschaften und Kompetenzen sichtbar, die für das Selbst und die Identität relevant sind.

PSI-Theorie und TOP-Diagnostik ergänzen herkömmliche Ansätze in der Persönlichkeitspsychologie, die die Ursachen von Problemen und Symptomen vornehmlich in mentalen Inhalten sehen (z. B. von Kognitionen, Emotionen und Intentionen). Empirische Untersuchungen haben jedoch gezeigt, dass gute Inhalte (positive Emotionen, gute Gedanken und Einsichten, Kontrollüberzeugungen oder gute Absichten) nicht ausreichen, wenn sie nicht durch die notwendigen Funktionen umgesetzt werden können. Es werden also weniger inhaltliche Aspekte (Schemata, Kognitionen, Emotionen, Intentionen) bearbeitet, sondern grundlegende Aspekte des Selbst wie Motivation, Motivstruktur und deren Umsetzung, zentrale Fähigkeiten der Selbststeuerung, der Emotions- sowie der Handlungsregulation – und somit zentrale Aspekte der Identität, des individuellen Erlebens und Handelns.

Persönlichkeitsorientierte Psychotherapie ist grundsätzlich schulenübergreifend mit vielen psychotherapeutischen Vorgehensweisen vereinbar, insbesondere mit funktionsanalytischer Psychotherapie.

Dabei wird der Schwerpunkt auf die Berücksichtigung der Ursachenebene gelegt, wobei aktuellste psychologische Grundlagenerkenntnisse berücksichtigt werden.

Was ist das Besondere der PSI-Theorie?

Die PSI-Theorie ist eine Meta-Theorie, die valide Erkenntnisse der modernen Psychologie anwendungsorientiert integriert.

Wann?Wo?Mit Wem?
06.09.2019 – 07.09.2019Berlin
SIA
Friedelstr. 40
12047 Berlin
Susanne Decker

Investition: 400,00 EUR – Der Preis versteht sich inkl. Imbiss und Getränke.

1. Tag: 09.00 –16.00 Uhr
2. Tag: 09.00 –16.00 Uhr

Inhalte

Überblick über die zugrunde liegende Persönlichkeitstheorie

Einführung in die Theorie der Persönlichkeits- System-Interaktionen (PSI-Theorie) von Prof. Dr. Julius Kuhl

Lizenzierung für die online verfügbare Testdatenbank der Therapiebegleitenden Osnabrücker Persönlichkeitsdiagnostik (TOP):

• Testmodule zur Erfassung von Ressourcen, Angelpunkten zur Veränderung sowie individuellen Entwicklungspotenzialen

• Struktur bewusster/nicht bewusster Motive (Bindung, Leistung, Macht, Freiheit)

• Individuelle Strategien der Motivumsetzung (inkl. Funktionalität)

• Profil der Selbststeuerungskompetenzen

• Persönlichkeitsstile und -störungen sowie ihre Veränderung unter Stressbedingungen

Erleichterung und Strukturierung der Gutachten-, Antrags-, Berichterstellung

Besprechung von Fallbeispielen

Therapeutische Zielsetzung und Interventionen auf Basis der Theorie und Testergebnisse

Begriffe & Erläuterungen

PSI = Personality-Systems-Interactions
TOP = Trainingsbegleitende Osnabrücker Persönlichkeitsdiagnostik/ Therapiebegleitende Osnabrücker Persönlichkeitsdiagnostik
EOS = Entwicklungsorientiertes Scanning
SSI = Selbststeuerungsinventar
HAKEMP = Test zur Erfassung von Handlungs-Lageorientierung
MUT = Motivumsetzungstest
OMT = Operanter Multi-Motiv-Test
BEF = Befindlichkeitsfragebogen
PSSI = Persönlichkeitsstil- und Störungsinventar
SEKS = Persönliche Stile unter Stress
IMPAF = Implizite Affekte

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